Presse - HANIC

GKT-Gruppe investiert mit neuer Software in digitale Zukunft

Die Zukunft der Glasbranche ist vernetzt und digital. Versprach viele Jahre vor allem die Investition in den Maschinenpark und in die Automation Wettbewerbs- und Qualitätsvorteile, hat die Software inzwischen eine ebenso große Bedeutung erreicht.

GKT in Brakel führt neue Software ein

Die Gründe dafür sind vielfältig: Beispielsweise der anwachsende Kosten­druck, der zunehmende Anteil komplexer Produkte und auch die Ziele der Industrie 4.0 lassen die Anforderungen auf ein immer höheres Niveau steigen. Neue Maschinengenerationen mit mehr Sensorik, Hightech-Steuerungen und tiefgreifenden Möglichkeiten sind nicht nur Folge dieser Entwicklung, sondern tragen zu diesem Wandel bei. Mit dem deutlich höheren Durchsatz sowie der voranschreitenden Verkettung der Anlagen steigt die Komplexität der Abläufe, so dass für das volle Potential eine intelligente, bediener­freundliche und flexible Software erforderlich ist.

Übergreifende Maschinenoptimierung und zentrale Softwarelösung

Mit einer Erweiterung der Produktionstechnik und einem neuen Softwaresystem hat sich die GKT-Gruppe aus dem ostwestfälischen Brakel Anfang des Jahres auf die weitere Zukunft ausgerichtet. Für noch mehr Flexibilität, Automation und das weitere Wachstum investierte das Unternehmen unter anderem in ein Nassbearbeitungszentrum, einen hochautomatisierten Floatglaszuschnitt mit Brechanlage und in eine ISO-Linie. Nahezu parallel erfolgte die Umstellung auf eine ERP- und Produktions­planungssoftware der HEGLA-HANIC, mit der die Maschinen und Bearbeitungslinien bedarfsgenau angesteuert und die einzelnen Fertigungsschritte optimiert, taktgenau automatisiert sowie überwacht und transparent abgebildet werden. Für die ebenfalls neu eingeführte ERP-Funktionalität wurden sämtliche Prozesse zum Beispiel aus der Auftragserfassung, der Arbeitsvorbereitung, dem Einkauf, der Lagerverwaltung und beispielsweise der Logistik zentral gebündelt und stehen im direkten Zugriff.

Mehr Komplexität, kürzerer Takt

„Jedes System hat seine Zeit“, ist der GKT-Geschäftsführer Peter Egg überzeugt. „Wir waren gut aufgestellt, unsere Abläufe haben funktioniert und sicherlich wäre eine Arbeit mit der bestehenden Software noch möglich gewesen“. Allerdings zeige die Erfahrung der letzten Jahre, dass die Komplexität der Aufträge ebenso weiter zunehmen werde, wie der Kundenwunsch nach kürzeren Lieferzeiten und letztlich auch der Wettbewerbsdruck zu immer schnelleren Taktzeiten. „Als mittelständischer Anbieter werden wir für unsere Liefertreue, die hohe Qualität, unser großes Produktspektrum und unsere Flexibilität geschätzt“, berichtet der GKT-Geschäftsführer. Zu seinen Projektanforderungen gehörte es daher im Sinne einer ganzheitlichen Unternehmensführung, eine übergreifende, unternehmensweite Datenstruktur mit noch höherer Übersichtlichkeit und Transparenz zu schaffen. Eine einfache Visualisierung der KPIs stand dabei ebenso auf der Soll-Liste, wie ein Echtzeit-Zugriff auf jeden einzelnen Auftrag sowie eine Übersicht über die verfügbaren Kapazitäten beispielsweise des ESG-Ofens oder der ISO-Linie. Auch das Ziel maximaler Taktzeitoptimierung, der Prozessunterstützung automatisierter und teilautomatisierter Abläufe und optimal ineinandergreifender Workflows war gemeinsam definiert.

Vernetzte Arbeitsbereiche durch ganzheitliche Prozesse und Daten

Durch die Überführung der Fertigungsprozesse und der kaufmännischen Aufgaben in das neue System sind die einzelnen Arbeitsbereiche noch enger vernetzt worden. So werden zunächst im ERP alle Aufträge erfasst, vom System in ihre Bearbeitungsschritte zerlegt, die Lagerbestände geprüft und falls nötig eine Bedarfsmeldung generiert, die direkt mit einem oder mehreren Lieferanten digital ausgetauscht werden kann. Das PPS stellt die Aufträge unter Beachtung des Liefertermins, der Maschinenkapazitäten, der Bestände und beispielsweise auch des Materialeinsatzes optimiert zusammen und gibt diese als Arbeitsauftrag an die jeweiligen Fertigungsstationen weiter. „Für die Produktion bedeutet dies eine hohe Automation und Verkettung der einzelnen Bearbeitungsschritte mit kurzen Taktzeiten und einer Ablaufperfektion, die ohne entsprechende Softwareunterstützung nicht zu erreichen ist“, betont der Geschäftsführer der HEGLA-HANIC, Dr. Schäpers. Zusätzliche Vorteile bringt die neue Software im Umgang mit den komplexen und durchgetakteten Abläufen vor allem auch für die Arbeitsvorbereitung. Während zu jeder Zeit der Fertigungsfortschritt nachvollziehbar ist und auch die Kapazitäten der Maschinen einsehbar sind, kann bei veränderten Prioritäten, einem Maschinenausfall oder einem eiligen Auftrag sofort reagiert werden. Die bestehende Produktionsplanung kann dann anhand vorgeschlagener oder auch freier Parameter angepasst werden. „Auf diese Weise ist es möglich, einen kontinuierlichen Produktionsfluss auch bei unvorhergesehenen Ereignissen entweder manuell oder durch das System bedienerfreundlich und über alle Bearbeitungsstationen sicherzustellen“, so Jan Schäpers weiter.

Beschleunigte Prozesse durch zentrale Datenverwaltung

„Wir konnten den Digitalisierungsgrad und die Automation in der Fertigung deutlich erhöhen. An nahezu allen Arbeitsplätzen kann der Status der Fertigungsaufträge eingesehen werden, was die Prozesse drastisch beschleunigt und eine liefertermin- und qualitätsgerechte Abarbeitung sicherstellt“, so Peter Egg. Unter anderem werden die Stamm- und Auftragsdaten zentral abgelegt und stehen auf diese Weise für das Rechnungswesen, die Produktion oder auch die Logistik fehlerfrei bereit. Vereinfacht wurden ebenfalls die Prozesse zur Auftragserfassung. Mit dem integrierten CAD-Modul können Bearbeitungen mittels gespeicherter Vorlagen automatisiert sowie eine kundenindividuelle Sonderform entweder direkt gezeichnet oder als DXF-Datei importiert werden. Auch kann die Position einer Bohrung oder auch einer Sprosse direkt im System hinterlegt und automatisch an die Anlage übermittelt werden. Das Versandmodul der Software bietet ebenfalls digitale Mehrwerte und ein direktes Feedback: Sobald eine Einheit für den Versand bereitgestellt wird, erfolgt die Rückmeldung in das Auftragssystem, so dass der Fertigungsfortschritt jederzeit transparent nachvollzogen werden kann. Für die ganzheitliche Unterstützung des Versands wurde speziell für die Prozessanforderungen der GKT von der HEGLA New Technology eine Tablet-App entwickelt, welche die Abläufe in der Kommissionierung und im Versand vollständig digitalisiert, dokumentiert und vereinfacht.

Im neuen System der HEGLA-HANIC ist bereits der nächste (externe) Digitalisierungsschritt für GKT vollzogen. Sowohl die Aufträge der Kunden als auch eigene Bestellungen von Zukaufteilen und Dienstleistungen können digital zwischen den IT-Systemen ausgetauscht werden.

Neubewertung der Wertschöpfungskette

„Die Entscheidung für eine neue Software ist auch eine Frage des Vertrauens, gemeinsamer Ziele und auch eines konstruktiven Miteinanders“, betont Peter Egg. Zusammen habe man schnell eine Vision erarbeiten und diese auch in kürzester Zeit umsetzen können. Der Projektzeitraum war mit nur sieben Monaten vergleichsweise kurz vereinbart worden. Umso mehr zeige die erfolgreiche Umsetzung, wie konzentriert selbst bei einem derart komplexen Projekt die Analyse und Optimierung der Prozesse und deren Integration in der Software erfolgen kann. Ein weiteres Ziel hatte der GKT-Geschäftsführer Peter Egg mit dem Zeitplan für das Wohl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfolgt: Nicht länger als nötig sollten die Beteiligten durch den Projektablauf strapaziert werden.

Die GKT-Gruppe im ostwestfälischen Brakel wurde 1978 gegründet, wird von Peter Egg in zweiter Generation geführt und beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter. Zum Produktportfolio zählen unter anderem Isolierglas, Einscheibensicherheitsglas, Verbundsicherheitsglas und Sprossen für Isoliergläser in den unterschiedlichsten Ausführungen und Kombinationen. Kernabsatzgebiet der GKT-Unternehmensgruppe ist Deutschland sowie seine angrenzenden Nachbarstaaten. Zu den Kunden zählen Fensterbetriebe, Metallbauer, Tischler, Händler, Innenausbauer, Handwerksbetriebe sowie Privat-/Endkunden.

Pressekontakt:

HEGLA GmbH & Co. KG
37688 Beverungen

Carsten Koch
Telefon + 49 (0) 52 73 / 9 05 - 121
E-Mail: carsten.koch(at)hegla.de

Das PPS stellt die Aufträge unter Beachtung des Liefertermins, der Maschinenkapazitäten, der Bestände zusammen und gibt diese als Arbeitsauftrag an die jeweiligen Fertigungsstationen weiter. Daniel Bonsch kann hier beispielsweise im Zuschnitt auf den Status der einzelnen Prozesse zugreifen, Abläufe vorziehen oder in Echtzeit überwachen.

Der Digitalisierungsgrad und die Automation konnte in der Fertigung deutlich erhöht werden. Marcel Müller, Auszubildender zum Flachglastechnologen, kann so die anliegenden Aufträge, den Bearbeitungsfortschritt unmittelbar nachvollziehen und eng abgestimmt mit den anderen Bereichen die liefertermin- und qualitätsgerechte Abarbeitung sicherstellen.

Speziell für die Prozessanforderungen der GKT wurde von der HEGLA New Technology eine Tablet-App entwickelt, welche die Abläufe in der Kommissionierung und im Versand vollständig digitalisiert, dokumentiert und vereinfacht. Mitarbeiter Björn Götz hat so schnellen Zugriff auf die benötigten Informationen, kann alle Daten einsehen und kann flexibel reagieren.

Peter Egg ist Geschäftsführer der GKT-Unternehmensgruppe in Brakel in zweiter Generation. Der Betrieb wurde 1978 gegründet und beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter. Zum Portfolio gehören unter anderem Isolierglas, ESG, VSG, innenliegende Sprossen für Isolierglas und weiteres für regionale und internationale Kunden.